Waffenruhe im Jemen hält weitgehend

Die für fünf Tage geplante humanitäre Feuerpause im Jemen hat in ihren ersten zwölf Stunden weitgehend gehalten. Augenzeugen und lokale Medien berichteten allerdings von gelegentlichen Verstößen.

Waffenruhe im Jemen hält weitgehend
Yahya Arhab Waffenruhe im Jemen hält weitgehend

So beschossen die schiitischen Huthi-Rebellen in der Stadt Tais mit ihrer Artillerie die Stellungen der regierungstreuen Milizen. Auch aus der südlichen Hafenstadt Aden wurden einzelne Zusammenstöße gemeldet. Saudische Kampfflugzeuge wurden am Himmel über Aden gesehen, griffen aber keine Ziele am Boden an.

Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen gegen pro-saudische Milizen, die sich für den nach Riad geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur einsetzen. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition bombardiert seit Ende März Stellungen und Waffenlager der Huthis. Nach UN-Angaben kamen seitdem 1500 Menschen ums Leben, unter ihnen mindestens 646 Zivilisten.

Die Feuerpause trat in der Nacht zum Mittwoch in Kraft. Sie soll vor allem dazu dienen, um Hilfslieferungen für die unter Krieg und Bombardierungen leidende Bevölkerung auf den Weg zu bringen.