Sané hat Spaß und trifft - Jungprofi führt U21 zum Sieg

Nach den zuletzt guten Auftritten in der Bundesliga sorgt Leroy Sané jetzt auch in der U21-Nationalmannschaft für Furore.

Sané hat Spaß und trifft - Jungprofi führt U21 zum Sieg
Guido Kirchner Sané hat Spaß und trifft - Jungprofi führt U21 zum Sieg

«Es ist immer gut, wenn man bei einem Startelf-Debüt ein Tor schießt. Wenn man sich zeigt, kommt das gut an», sagte der Schalker Jungprofi nach seinem glanzvollen Auftritt beim 4:0 (3:0) gegen Finnland. Beim zweiten Sieg im zweiten EM-Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl stand der 19-Jährige mit den rosaroten Fußballschuhen im Blickpunkt und erzielte seine ersten beiden Treffer für die Junioren-Elf. Am 13. Oktober gegen Färöer kann's so weitergehen.

«Da müssen wir die erste Chance, die wir bekommen auch direkt nutzen. Sie werden noch tiefer stehen, als die Finnen», meinte Sané, der zuletzt auch in der Bundesliga gute Auftritte hatte und dessen Familie in Essen auf der Tribüne saß. «Wenn es im Verein gut läuft, kommt man auch mit viel mehr Selbstbewusstsein zur Nationalmannschaft und dann ist es leichter», sagte der Doppeltorschütze zum 1:0 und 4:0, der zudem noch den Treffer zum 2:0 von Davie Selke vorbereitete. Das 3:0 gegen die völlig überforderten Finnen erzielte Joshua Kimmich. Sané hatte seine Freude. «Die Mannschaft hat richtig Bock. Das macht Spaß».

Spaß hatte Trainer Horst Hrubesch auch an dem deutlichen Sieg und seinem neuen Torjäger. «Wenn du zwei Tore machst, bist du gut. Er kann uns helfen, aber wir können ihm auch helfen», sagte der DFB-Coach. Mit nunmehr sechs Punkten und 7:0 Toren hat die deutsche Mannschaft den zweiten Gruppenplatz hinter Österreich (9/13:3) erobert.

Doch der Trainer hat sich zwischendurch auch geärgert über zu viele leichtfertig vergebene Torchancen. «Mit der Torausbeute kann man nicht zufrieden sein. Das haben wir ja auch bei der A-Mannschaft gegen Irland gesehen. Wenn du dann die Konsequenz im Abschluss nicht hast, kann es auch gefährlich werden», befand der Coach in Hinblick auf die Spiele, in denen sein Team mehr gefordert wird als gegen Finnland. «Manchmal ist das zu viel jugendlicher Leichtsinn», ergänzte Hrubesch.

«Wir wollten es teilweise zu schön machen, da hat dann die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Aber wir haben den Gegner gut im Griff gehabt«, sagte Mittelfeldspieler Julian Weigl.

Insgesamt war die Vorstellung der neuen, sehr jungen Mannschaft aber mehr als ordentlich. «Wir haben den Plan richtig gut umgesetzt. Wir haben eine riesige individuelle Qualität im Kader», befand Selke, der im dritten Spiel seinen dritten Treffer erzielte. Auch Hrubesch hat viele gute Dinge gesehen, aber am meisten freut ihn die Atmosphäre im Team. «Die Mannschaft hat einen richtig guten Charakter», meinte der Trainer.