Chile und Bolivien im Copa-Viertelfinale - Mexiko raus

Gewinner Chile, aber auch Verlierer Bolivien sind bei der Copa América ins Viertelfinale eingezogen. Unbeeindruckt von den Turbulenzen um ihren Fußball-Star Arturo Vidal fertigten die Gastgeber in Santiago de Chile die Bolivianer mit 5:0 (2:0) ab.

Mit sieben Punkten holte sich Chile den Sieg in der Gruppe A vor Bolivien (4). Für «La Roja» trafen Doppeltorschütze Charles Aránguiz (3./66. Minute), Alexis Sánchez (37.) und Gary Medel (79.). Dazu kam ein Eigentor des Bolivianers Ronald Raldes (86.).

Damit fanden die Chilenen nach der Krise um Vidal überzeugend ins Turnier zurück. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler von Juventus Turin war am Dienstag im angetrunkenen Zustand in einen Autounfall verwickelt; er wurde vorübergehend festgenommen. «Er ist für uns ein sehr wertvoller Spieler, er hat einen Fehler begangen, der nicht so schwerwiegend ist, um ihn auszuschließen», hatte Trainer Jorge Sampaoli danach erklärt. Beim Kantersieg gegen Bolivien wechselte er Vidal zur Halbzeit aus.

Im anderen Gruppenspiel bezwang Ecuador die Mannschaft aus Mexiko zwar mit 2:1 (1:0), muss aber als Dritter mit drei Punkten nun zittern. Nur die zwei besten Dritten aus den drei Gruppen kommen ins Viertelfinale. Für die Ecuadorianer trafen in Rancagua Miller Bolaños (27. Minute) und Enner Valencia (57.). Dem Mexikaner Raúl Jiménez gelang mit einem Strafstoß nur noch den Anschlusstreffer (63.).

Beide Mannschaften waren offensiv eingestellt, doch die Angreifer konnten im gegnerischen Strafraum nur selten für Gefahr sorgen. Mexikos Trainer Miguel Herrera war nach dem Ausscheiden seiner Mannschaft enttäuscht: «Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Ich übernehme die Verantwortung.»

In der Gruppe B buchten Argentinien und Paraguay die Tickets für das Viertelfinale der Südamerika-Meisterschaften.