Rot für Neymar - Schmach für Brasilien gegen Kolumbien

Mit einer Roten Karte für Neymar und einer überraschenden 0:1-Niederlage endete für Brasilien bei der Copa América eine hart umkämpfte Partie gegen die kolumbianische Fußball-Nationalmannschaft.

Der Starstürmer vom FC Barcelona sah nach dem Schlusspfiff für eine Rangelei ebenso wie der Kolumbianer Carlos Bacca die Rote Karte. Zudem brach Kolumbien die Erfolgsserie der Brasilianer, die seit der Übernahme von Nationaltrainer Carlos Dunga in elf Spielen ungeschlagen blieben.

Dunga kritisierte, dass seine Spieler sich provozieren ließen. «Brasilien muss spielen, nicht in den Krieg ziehen», sagte er. Brasilien hat nach zwei Spielen in der Gruppe C drei Punkte auf dem Konto und damit noch die Chance auf das Erreichen des Viertelfinales.

Für die Kolumbianer war es der erste Sieg gegen die Seleção seit 24 Jahren. Das Tor für die Cafeteros erzielte Verteidiger Jeison Murillo in der 35. Minute im Estadio Monumental in Santiago de Chile.

Für das Team von Coach José Pekerman war der Sieg ein Befreiungsschlag, nachdem es das erste Spiel ausgerechnet gegen die Nachbarn aus Venezuela verloren hatte. «Wir wussten, dass Brasilien eine sehr gefährliche Mannschaft ist, aber wir haben nie an unseren Fähigkeiten gezweifelt», sagte Mittelfeldspieler Carlos Sánchez nach dem Abpfiff.

Die Kolumbianer stiegen gleich zu Beginn der Partie hart in das Spiel ein, Brasilien hielt lange entschlossen dagegen. Trotz guter Aktionen von Neymar, Fred, Willian und Firmino kam die Seleção allerdings nicht zum Abschluss.

James Rodríguez und Juan Cuadrado setzten der brasilianischen Verteidigung zu und spielten immer wieder Chancen heraus. Nach dem Führungstreffer dominierten die Kolumbianer das Spiel. Die größte Torchance für die Brasilianer endete mit einem Handspiel von Neymar.