Satelliten-Trio zur Erforschung des Erdmagnetfeldes gestartet

Europa hat am Freitag drei neue Satelliten ins All geschickt. Das Trio der Mission «Swarm» soll das lebenswichtige Magnetfeld der Erde beobachten, das schwächer geworden ist.

Die europäische Weltraumagentur Esa schoss wie geplant um 13.02 Uhr (MEZ) vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk aus die Satelliten an Bord der Rockot-Trägerrakete in den Himmel.

Die Mission soll vier Jahre dauern und aus rund 500 Kilometern Höhe die bislang genauesten Daten über Stärke, Richtung und Schwankungen des Magnetfeldes liefern. Es schützt die Erde vor gefährlichen Teilchen aus dem Universum. Der Start verlief bei nebligem Wetter reibungslos. Gesteuert werden die Satelliten im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt.

«Ohne Magnetfeld als Schutzschild wären wir längst verstrahlt», sagte Esa-Flugleiter Frank-Jürgen Diekmann in Darmstadt. «Das Magnetfeld leitet das Bombardement von Teilchen aus dem All um die Erde herum.»

Die «Swarm»-Mission soll auch helfen, die Genauigkeit von Navigationssystemen zu erhöhen und Ausfällen bei der Stromversorgung vorzubeugen. Genutzt werden könnten die Daten auch zur Vorhersage von Erdbeben und bei der Suche nach Bodenschätzen.