Schalke festigt Rang drei: 2:1 gegen Hertha BSC

Beim FC Schalke 04 reifen Träume von einer Rückkehr in die Champions League. Mit einem 2:1 (1:0) im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Verfolger Hertha BSC festigte das Team von Trainer André Breitenreiter den dritten Tabellenplatz.

Schalke festigt Rang drei: 2:1 gegen Hertha BSC
Maja Hitij Schalke festigt Rang drei: 2:1 gegen Hertha BSC

Zwei Wochen nach der ernüchternden 0:3-Heimschlappe gegen den 1. FC Köln fand der Revierclub zurück in die Erfolgsspur. Vor 61 723 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena sorgten Weltmeister Benedikt Höwedes (27. Minute) und Max Meyer (90.+2) für den am Ende glücklichen Sieg.

Dagegen konnten die Berliner ihren überraschenden Höhenflug nicht fortsetzen: Das Warten auf den ersten Sieg beim Angstgegner Schalke seit 2004 geht trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs von Salomon Kalou (73.) weiter. Zudem verlor Hertha Angreifer Vedad Ibisevic, der bereits in der 18. Minute die Rote Karte sah.

Nach tagelangen Spekulationen über den angeblichen Abschied von Manager Horst Heldt, der laut unbestätigten Medienberichten zur neuen Saison durch den Mainzer Christian Heidel ersetzt werden soll, stand zumindest für 90 Minuten das sportliche Geschehen im Mittelpunkt.

Der Mut von Hertha-Coach Pal Dardai, die Angreifer Kalou und Ibisevic als Doppelspitze in die Startelf zu berufen, machte sich nicht bezahlt. Nach dem mit einem Platzverweis geahndeten groben Foul von Ibisevic an Schalkes Mittelfeldspieler Max Meyer mussten die Berliner lange 72 Minuten in Unterzahl spielen.

Die schon vor diesem Fauxpas überlegenen Schalker, denen sich bei Kopfbällen von Leon Goretzka (8.) und Eric Maxim Choupo-Moting (10.) die Chance zur frühen Führung geboten hatte, nutzten den Vorteil schnell aus. Nur neun Minuten später sorgte Höwedes bei seinem Bundesliga-Startelfdebüt in dieser Saison mit einem wuchtigen Kopfball nach Ecke von Neuzugang Johannes Geis für das 1:0.

Weitere Höhepunkte gab es in dem über weite Strecken mittelmäßigen Match bis zur Pause jedoch nicht zu sehen. Alle Konterversuche der Berliner blieben wirkungslos. Und der Gastgeber tat sich bei aller Überlegenheit schwer, sich gegen die dicht gestaffelte Hertha-Abwehr noch mehr Chancen herauszuspielen.

Erst nach Wiederanpfiff nahm die Partie wieder etwas Fahrt auf. Das war zunächst das Verdienst der Schalker: Doch Möglichkeiten von Goretzka (47./58), Geis (61.) und Choupo-Moting (62.) blieben ungenutzt.

Dieser fahrlässige Umgang mit den Chancen wurde bestraft: Die Berliner, die sich trotz Unterzahl achtbar schlugen, waren schon bei einem Pfostenschuss von Patrick Weiser (67.) dem Ausgleich nahe. Sechs Minuten später war Kalou nach einer Flanke von Weiser zur Stelle. Der erste Punktgewinn der Berliner «auf» Schalke seit 2005 schien zum Greifen nahe. Doch der Last-Minute-Treffer von Meyer nach Vorarbeit von Sané bescherte dem Revierclub ein Happy End.