Schempp-Einsatz beim Weltcup in Ruhpolding weiter offen

Simon Schempp muss nach seinem Verzicht auf das Abschlusstraining für den Einzel-Wettkampf weiter um seinen Start beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding bangen. Sein Trainer Andreas Stitzl bezifferte die Einsatz-Chance am Tag vor dem Rennen auf «50:50».

Schempp-Einsatz beim Weltcup in Ruhpolding weiter offen
Friso Gentsch Schempp-Einsatz beim Weltcup in Ruhpolding weiter offen

Der Assistent von Bundestrainer Mark Kirchner kündigte für den 20-Kilometer-Wettkampf an: «Wir werden definitiv kein Risiko eingehen. Wir entscheiden nun von Tag zu Tag.»

Schempps Verzicht auf das Training bezeichnete Stitzl als «eine Vorsichtsmaßnahme, weil Schneeregen war. Ganz leicht hängt der Schnupfen noch drin», sagte der Schempp-Coach. Deutschlands bester Biathlet hatte bereits in der letzten Woche auf die Rennen beim in Ruhpolding ausgetragenen Ersatz-Weltcup für Oberhof verzichten müssen. Dadurch hat der Schwabe alle Chancen auf den Gewinn des Gesamtweltcup eingebüßt.

«Jetzt ist er erstmal das Allerwichtigste, dass er wieder Rennen laufen kann. Er hat einen Riesenanspruch und das will er wieder zeigen. Es gibt noch viele Weltcups und die WM, wo er auch noch keine Einzelmedaille hat. Das ist auch ein lohnendes Ziel. Wenn er sich jetzt darauf fokussiert, sind wir und er gut beraten», sagte Bundestrainer Kirchner nach einem langen Gespräch mit dem 27-Jährigen, der in dieser Saison schon drei Weltcup-Rennen gewonnen hat.