Schickedanz gegen Sal. Oppenheim: Beweisaufnahme beginnt

Im Schadenersatzprozess von Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz gegen die Bank Sal. Oppenheim beginnt am Dienstag (09.30 Uhr) die Beweisaufnahme.

Vor dem Landgericht Köln wird als erster Zeuge Schickedanz' Ehemann Leo Herl in dem Zivilverfahren erwartet. Die einstige Milliardärin hatte mit der Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor fast ihr gesamtes Vermögen verloren. Sie verlangt insgesamt eine Summe von 1,9 Milliarden Euro.

Die 71-Jährige wirft ihrer früheren Hausbank, deren Ex-Führung und ihrem einstigen Vermögensverwalter Josef Esch vor, ihr Vermögen gegen ihren Willen riskant angelegt zu haben.

Schickedanz hatte im großen Stil Geld in den Handelskonzern Arcandor - ehemals KarstadtQuelle - gesteckt, auch mittels Darlehen von Sal. Oppenheim. Als der Konzern 2009 zusammenbrach, verlor sie ihr Geld. Auch die Privatbank stand vor dem Ruin und war Anfang 2010 von der Deutschen Bank übernommen worden.