Schiersteiner Brücke wird früher wieder geöffnet

Die provisorisch reparierte Schiersteiner Brücke wird nach zweimonatiger Sperrung aller Voraussicht nach noch heute Abend wieder für den Autoverkehr freigegeben - und damit einige Stunden eher als geplant.

Schiersteiner Brücke wird früher wieder geöffnet
Fredrik Von Erichsen Schiersteiner Brücke wird früher wieder geöffnet

Bislang war damit gerechnet worden, dass der Autoverkehr erst am Montagmorgen wieder über die wichtige Verkehrsader zwischen Mainz und Wiesbaden rollen kann. Man sei mit den letzten Arbeiten früher fertig geworden, begründete der Vize-Leiter des Autobahnamtes Montabaur, Ottmar May, den vorgezogenen Öffnungstermin. «Wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert, werden wir um 20.00 Uhr die Fahrbahn aufmachen.»

Die Sperrung der vielbefahrenen Rhein-Querung hatte sich über zwei Monate hinweg zum Alptraum für viele Pendler im Rhein-Main-Gebiet entwickelt. Die Brücke war am 10. Februar nach einem Bauunfall dichtgemacht worden. Damals senkte sich die Fahrbahn an der Brückenzufahrt um bis zu 30 Zentimeter, es bildeten sich Risse im Beton. Anschließend wurde das Bauwerk provisorisch repariert. Freie Fahrt gibt es künftig aber nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Größere Lkw werden dagegen mit einem komplizierten System weiter daran gehindert, die wichtige Verkehrsader zwischen den Landeshauptstädten zu befahren.

Letzte Arbeiten an der Strecke waren noch heute erledigt worden. Es seien etwa noch Teile des Sicherheitssystems eingerichtet worden, die Lastwagen daran hindern sollen, auf die Brücke zu fahren, sagte eine Sprecherin des Landesbetriebes Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz. Zu dem Sicherheitssystem zählen Gewichtssensoren, zentimetergenaue Laserscanner, Engpässe, Warnleuchten und Schranken. Zudem werden Fahrer von Schwerlastern, die sich falsch einsortiert haben, mit Hinweisen über Funk in acht Sprachen gewarnt.

Sollten nach der Öffnung noch Nachjustierungen am Sicherheitssystem nötig sein, dann sei das bei wenig Verkehr am Sonntagabend einfacher als im Berufsverkehr am Montag, erklärte May. Dabei gehe es etwa um die Frage, ob Ampelanlagen und Schranken richtig funktionierten und so sichergestellt werden könne, dass kein Fahrzeug mit mehr als 3,5 Tonnen die Brücke befahre. Das Bauwerk selbst sei aber befahrbar, wie die Probebelastung gezeigt habe. «Die Brücke selbst ist ausgetestet.»