Schlammbad und Abtanzen bei «Haltestelle Woodstock»

Ungeachtet der brütenden Hitze haben Musikfans aus ganz Europa beim Musikfestival «Haltestelle Woodstock» an der deutsch-polnischen Grenze in Küstrin gefeiert.

Schlammbad und Abtanzen bei «Haltestelle Woodstock»
Britta Pedersen Schlammbad und Abtanzen bei «Haltestelle Woodstock»

250 000 bis 300 000 Menschen besuchten laut Veranstalter das Spektakel, eines der größten nichtkommerziellen Open Air Festivals Europas. «Es gab keine Unfälle. Alles war friedlich», sagte eine Sprecherin der Organisatoren, der Warschauer Stiftung WOSP, am Sonntag nach dem Abschluss.

Auch das Wetter spielte mit: Regen oder Gewitter, wie sie nahezu überall in Brandenburg in der Nacht zum Sonntag niedergegangen waren, blieben aus. «Kein Tropfen ist gefallen», berichtete die Sprecherin. Umso beliebter war das fast schon traditionelle Schlammbad auf dem Festivalgelände. «Das gefällt den Leuten - und ist ein wenig erfrischend», meinte sie.

Die Teilnehmer trotzten der Hitze und tanzten unter dem Motto «Liebe, Freundschaft und Musik» zu Rock, Reggae, Balkan-Beats, Punk und Metal von mehr als 60 Bands. Bei der 19. Ausgabe des Festivals waren unter anderem die Kaiser Chiefs, Anthrax und Atari Teenage Riots zu hören.

Schon mehrere Tage vor dem Start hatten erste Fans ihre Zelte auf dem Gelände aufgeschlagen. Am vergangenen Donnerstag, dem Hauptanreise-Tag, waren rund 200 000 Besucher in die Stadt Küstrin gekommen. Mehrere Extra-Züge waren eingesetzt.

Die Veranstalter von «Haltestelle Woodstock» wollen an das legendäre Woodstock-Hippie-Festival im Jahr 1969 in den USA anknüpfen. Der Eintritt ist frei, denn die Veranstaltung ist als Dank für all jene gedacht, die jedes Jahr bei der Sammlung von Spenden für Kinderkrankenhäuser in Polen helfen.