Schleppende Erholung im Dax geht weiter

Der Dax erholt sich weiterhin nur schleppend. Nach einem freundlichen Start am Donnerstag behauptete der deutsche Leitindex nachmittags noch ein leichtes Plus von 0,08 Prozent auf 11 221,03 Punkte.

Die erneute Schwäche der chinesischen Börsen habe die mehrheitlich guten Geschäftszahlen der Dax-Unternehmen überschattet, schrieb Analyst Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es zuletzt um 0,17 Prozent auf 20 510,42 Punkte herunter. Der Technologiewerte-Index TecDax sackte um 0,86 Prozent auf 1754,25 Zähler ab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,35 Prozent auf 3587,94 Punkte.

Die Lage in China drückte weiter auf die Stimmung. In Shanghai war es nach dem Einbruch zum Wochenbeginn wieder um mehr als 2 Prozent abwärtsgegangen. In den USA richteten sich die Blicke auf vorläufige Wachstumszahlen. Demnach hat die dortige Wirtschaft nach einem schwachen Jahresstart im zweiten Quartal Fahrt aufgenommen - allerdings etwas weniger als von Experten erwartet.

Der Dax zeigte sich von diesen Daten wenig beeindruckt. Siemens-Aktien setzten sich mit plus 4,21 Prozent an die Spitze. Mit Ausnahme des erwartungsgemäßen Umsatzes hätten alle Kennziffern des Elektrokonzerns für das dritte Geschäftsquartal positiv überrascht, sagte ein Händler.

Die Deutsche Bank überzeugte im zweiten Quartal mit weiteren Fortschritten im Tagesgeschäft, was ihre Papiere um 3,11 Prozent steigen ließ.

Ein gesenkter Umsatzausblick bremste die Infineon-Aktien - sie verloren 0,29 Prozent. Der Halbleiter-Konzern rechnet zum Abschluss des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres mit einem mauen Geschäft.

Die Aktien der Lufthansa drehten trotz Analystenlobs mit 1,62 Prozent ins Minus. Billiges Kerosin und das Ausbleiben neuer Streiks hatten der Fluggesellschaft zwischen April und Juni überraschend viel Rückenwind gegeben.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,52 (Vortag: 0,53) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 139,07 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,22 Prozent auf 154,12 Zähler. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0955 (Mittwoch: 1,1030) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9128 (0,9066) Euro.