Schüler geben IT-Ausstattung in den Schulen schlechte Noten

Schüler in Deutschland geben der IT-Ausstattung an ihren Schulen von Jahr zu Jahr immer schlechtere Noten. Das ist das Ergebnis einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom.

Schüler geben IT-Ausstattung in den Schulen schlechte Noten
Marc Tirl Schüler geben IT-Ausstattung in den Schulen schlechte Noten

Jeder fünfte Schüler hält einer repräsentativen Umfrage zufolge die technische Ausstattung seiner Schule mit Computern und Internetzugängen für «schlecht» oder «sehr schlecht», berichte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Dies liegt deutlich unter den Werten vergleichbarer Studien aus den Vorjahren.

Die Schüler seien in ihrer Einschätzung deutlich kritischer als die Lehrer, bei denen nur sechs Prozent von schlechten Voraussetzungen gesprochen haben. «Die Schüler legen damit den Finger in die Wunde: Wenn die Ausstattung nicht stimmt, sind alle anderen Bemühungen zum Einsatz digitaler Medien zum Scheitern verurteilt», sagte Berg. Zu oft werde Ausstattung angeschafft - und dann über Jahre nicht gewartet oder auf dem Stand der Technik gehalten.

Als Folge der zunehmend veralteten Ausstattung bringe jeder zweite Schüler eigene technische Geräte für die Nutzung im Unterricht mit in die Schule. Bei jedem Dritten sei das ein eigenes Notebook, bei jedem Fünften ein Tablet Computer.

«Zweifellos können solche Geräte das Lernen erleichtern - aber wir müssen aufpassen, dass dies nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt», sagte Berg. Der Bitkom-Vertreter forderte, im Idealfall die Klassen vollständig über die Schule auszustatten. «Oder wir müssen wenigstens dafür sorgen, dass das Schüler-Notebook oder Schüler-Tablet auf der Steuererklärung der Eltern vollständig geltend gemacht werden können.»