Schneefall trifft Autofahrer und Flughäfen in Westdeutschland

Der einsetzende Schneefall führt zu spiegelglatten Straßen. Im Westen Deutschlands gibt es zahlreiche Unfälle, meist mit Blechschäden. Laut Polizei haben die Fahrer oft eine Mitschuld. Fast 60 Flüge in Frankfurt und Düsseldorf werden gestrichen.

Schneefall trifft Autofahrer und Flughäfen in Westdeutschland
Roland Weihrauch Schneefall trifft Autofahrer und Flughäfen in Westdeutschland

Der Wintereinbruch hat im Westen Deutschlands zu Flugausfällen und glatten Straßen geführt. Die Lufthansa nahm am Frankfurter Flughafen schon vor dem ersten Schneefall vorsorglich 39 innereuropäische Flüge aus dem Programm für den gesamten Tag. Rund 6100 Passagiere konnten nach Angaben eines Sprechers nicht wie geplant fliegen. Sie wurden entweder umgebucht oder mussten auf die Bahn umsteigen.

Der Betrieb am Düsseldorfer Flughafen war durch Schneefall am Morgen zeitweise lahmgelegt. Zwölf Starts und sechs Landungen wurden gestrichen, davon drei Flüge zu anderen Airports umgeleitet. Auf beiden Flughäfen gab es zahlreiche Verspätungen. Am Flughafen Köln/Bonn konnte eine Maschine am Vormittag nicht landen, sie wurde nach Hamburg umgeleitet.

In Nordrhein-Westfalen führte der Schneefall am Vormittag zu Chaos auf den Straßen: Auf den Autobahnen am Niederrhein sowie rund um Düsseldorf gab es mehr als 100 Unfälle. Fünf Menschen seien leicht verletzt worden, sonst habe es glücklicherweise nur Sachschäden gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei in Düsseldorf. «Es liegt eindeutig an den Menschen», meinte er. Man wundere sich, wie viele noch mit Sommerreifen unterwegs seien.

Wegen querstehender Lastwagen kam es auf mehreren Autobahnen zu Staus von bis zu 23 Kilometer Länge. Auf Straßen im Sauerland und in der Eifel krachte es bis zum Mittag jeweils rund 20 Mal - meist blieb es bei Blechschäden. In Bad Münstereifel wurde eine Frau schwer verletzt, nachdem ihr Auto in den Gegenverkehr gerutscht und dort von einem Wagen gerammt worden war.

Starke Schneefälle haben auch im Nordwesten Niedersachsens zu mehreren Unfällen geführt. Allein im Oldenburger Stadtgebiet registrierte die Polizei am Vormittag mehr als 20 Zwischenfälle. Dabei kam es nach Angaben eines Sprechers zumeist zu Blechschäden. In Ostfriesland prallte ein Wagen auf der Autobahn A31 bei Emden im Schneetreiben gegen die Mittelleitplanke. Eine Frau wurde leicht verletzt. In Bissendorf bei Osnabrück wurden zwei Autoinsassen eingeklemmt, als ihr Wagen in einen Graben rutschte. Die Feuerwehr Emden warnte davor, Seen und Gewässer zu betreten.

Auch in Belgien gab es nach einem Wintereinbruch mit Schneefällen und Glatteis Behinderungen auf den großen Verkehrsachsen.