Schröder mit Atlanta schon in den NBA-Playoffs

Eines hat Dennis Schröder Superstar Dirk Nowitzki schon einmal voraus: das Ticket für die Playoffs in der NBA. Als erstes Team qualifizierten sich die Atlanta Hawks mit einem 104:96 gegen die Houston Rockets für die K.o.-Runde in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga.

Schröder, der in seinem zweiten NBA-Jahr ein erstaunliche Entwicklung durchmacht, hatte daran großen Anteil. Als die Hawks zu Beginn des Schlussviertels mit 72:87 hinten lagen, zauberte Coach Mike Budenholzer einen Erfolgsplan hervor, in dem er die beiden Point Guards Schröder und Jeff Teague gemeinsam aufs Parkett schickte. Normalerweise beginnt beim besten Team der Eastern Conference Teague, dann löst ihn irgendwann Schröder ab. «Wir ergänzen uns gut mit unserer Schnelligkeit», hatte der Braunschweiger zuletzt die Vorteile einer gemeinsamen Aufstellung erklärt.

In der scheinbar aussichtslosen Lage setzte Budenholzer darauf, dass die beiden Point Guards zusammen die Rockets verwirren könnten - und lag damit goldrichtig. Mit 32:15 entscheiden die Gastgeber den Schlussabschnitt für sich und drehten damit die Partie. «Dass Dennis und Jeff zusammen gespielt haben, hat uns denke ich sehr geholfen», sagte Atlantas Trainer nach der erfolgreichen Aufholjagd.

Teague war am Ende mit 25 Punkten bester Werfer bei den Hawks, Schröder kam auf starke 16 Zähler und acht Assists. «Ich denke, das hat für uns den Unterschied gemacht», sagte Atlantas Center Al Horford zum Tandem Teague-Schröder. Schröder setzte damit seine starken Leistungen der vergangenen Wochen fort. Zuletzt hatte der Nationalspieler beim 93:91 in Miami mit einem Double-Double aus 16 Punkten und zehn Assists geglänzt.

Lob gab es für den früheren Braunschweiger jetzt auch von LeBron James. «Schröder ist fantastisch», sagte der Superstar von den Cleveland Cavaliers in einem Interview der «Sport Bild». «Er kommt von der Bank und bringt viel Schwung auf das Parkett. Er ist eines von vielen Puzzlestücken», sagte der viermalige MVP der NBA. James traut den Hawks in dieser Saison viel zu. «Ihre Ausgewogenheit erinnert mich an die San Antonio Spurs», sagte James. Die Spurs gewannen 2014 im Finale gegen Miami und James den Titel.