Schürrle-Wechsel noch nicht perfekt - «Es geht ums Geld»

Beim Poker um den möglicherweise teuersten Transfer der Vereinsgeschichte braucht Klaus Allofs ganz viel Geduld. Der Wechsel von Fußball-Weltmeister André Schürrle vom FC Chelsea zum Bundesligisten VfL Wolfsburg ist auch wenige Stunden vor Ende der Transferfrist noch nicht perfekt.

«Es geht ums Geld, das ist ganz simpel zu beantworten. Ob das von großer Bedeutung ist oder von minderer Bedeutung muss jeder anders bewerten», sagte VfL-Manager Allofs bei einer Pressekonferenz des Vereins in Wolfsburg.

Bis 18.00 Uhr müssen sich die Niedersachsen mit dem FC Chelsea einigen - sonst ist der Wechsel geplatzt. «Alle Vorarbeiten sind getätigt. Mit dem Spieler ist alles klar», sagte Allofs. Die Engländer verlangen angeblich rund 32 Millionen Euro für Schürrle. So viel haben die Wolfsburger noch nie für einen neuen Spieler gezahlt.

Auf der Transferliste der Deutschen Fußball Liga war Schürrle fristgerecht bis 12.00 vermerkt. Da dies nur mit Zustimmung von Chelsea geschehen kann, sieht Allofs eine klare Bereitschaft der Engländer für einen Transfer. «Jetzt gilt es mit Chelsea über die Tatsache hinaus, dass sie dem Fakt zugestimmt haben, dass er auf die Liste kommt, dass es dann eben am Ende auch zur Unterschrift unter den Transferverträgen kommt. Ich persönlich bin ziemlich entspannt», sagte Allofs.

Mit dem früheren Profi von Mainz 05 und Bayer Leverkusen waren sich die Wolfsburger bereits seit Tagen einig. Allerdings pokerten beide Clubs zuletzt noch heftig um die Ablösesumme. «Wenn André auf der Liste steht, kommt er auch. Sonst wird er da nicht auftauchen», hatte Allofs zuvor gesagt. Diese Aussage musste der Manager am Montagmittag bedingt relativieren. «Es ist nicht, weil wir einen Spaß daran empfinden, den Spannungsbogen zu verlängern. Es entspricht den Fakten», beschrieb er die Verhandlungen mit den Engländern.

Erst nach den Fragen zum sportlichen Geschehen beim nächsten Bundesliga-Spiel am Dienstag (20.00 Uhr) bei Eintracht Frankfurt äußerte sich Allofs zum aktuellen Stand der Schürrle-Verhandlungen. Trainer Dieter Hecking wollte sich auch nicht aus der Reserve locken lassen, ob Schürrle schon morgen in Frankfurt spielen könne. Da der Wechsel noch nicht perfekt sei, spiele er für morgen noch keine Rolle, betonte der Coach.