Schäuble: Drittes Griechenland-Paket keine «Riesensumme»

Ein neues Hilfsprogramm für Griechenland wird nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kleiner ausfallen als die beiden ersten Rettungspakete. Ein drittes Programm werde nicht mehr so viel Geld umfassen, sagte Schäuble.

«Das Volumen wird sehr viel niedriger sein», ergänzte er am «Tag der offenen Tür» in seinem Ministerium. Es werde im nächsten Jahr keine «Riesensumme» sein.

Schäuble bekräftigte, dass weitere Hilfen an das stark verschuldete Euro-Land «hochwahrscheinlich» seien. Dazu müsse Griechenland aber die Verpflichtungen erfüllt und einen Primärüberschuss erzielt haben. Dies werde vor dem Auslaufen des bis Ende 2014 vereinbarten Programms geprüft und entschieden. Das weitere Geld für Griechenland werde nicht allein aus EU-Strukturfonds kommen: «Irgendwas wird kommen.»

Er teile nicht Befürchtungen auch in der Koalition, der Reformdruck auf Griechenland könnte durch Aussagen über ein drittes Hilfspaket abnehmen, sagte Schäuble. Einem weiteren Schuldenschnitt erteilte er erneut eine klare Absage: Nach dem ersten Schuldenschnitt hätten die Euro-Finanzminister geschworen, dies sei «völlig einmalig, nie wieder».