Schüler entwickeln Chips für Fahrrad und Schulranzen

Ein Armband, das ans Trinken erinnert, ein Schulranzen der auf fehlende Bücher hinweist oder Kleidung, die auf Umwelteinflüsse reagiert. Deutsche Schüler sind für ihre innovativen Ideen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Technologieverband VDE ausgezeichnet worden.

«Ich bin beeindruckt davon, welche technischen Wunderwerke Jugendliche vollbringen», erklärte Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Das Interesse an Technik sei da. «Das merken wir ganz deutlich.»

Den mit 3000 Euro dotierten ersten Platz sicherte sich der 17-jährige Olaf Dünkel aus Osterburken (Baden-Württemberg). Bei seinem Projekt «Intelligente Kleidung» messen Sensoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder den UV-Index. Bei seinem Modell wird per Signal vor zu langer Sonneneinstrahlung gewarnt. Platz zwei (2000 Euro) ging an zwei Gymnasiasten aus Nordrhein-Westfalen, die eine Mikrochip für den Schulranzen entwickeltet haben. Dieser gleicht den Inhalt mit einem gespeicherten Stundenplan ab und weist auf fehlende Bücher hin.

Für ihren tragbaren Chip in Armbandform, der daran erinnert ausreichend zu Trinken, sicherten sich drei Schülerinnen aus Bayern den mit 1000 Euro dotierten dritten Platz. Den Sonderpreis (2000 Euro) für das Projekt «mit der größten Industrierelevanz» erhielt Max Hentges (15) aus Berlin für einen Fahrradchip, der vor möglichen Unfällen warnen soll.

Am 14. Schülerwettbewerb «Invent a Chip» hatten 2700 Jugendliche teilgenommen.