Schulz: Keine «Extrawürste» für Großbritannien

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich im Ringen um einen Verbleib Großbritanniens in der EU gegen «Extrawürste» für London ausgesprochen. Von einer EU-Reform müssten alle Mitgliedstaaten profitieren, forderte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk.

Schulz: Keine «Extrawürste» für Großbritannien
Patrick Seeger Schulz: Keine «Extrawürste» für Großbritannien

EU-Gipfelchef Donald Tusk will gegen Mittag Vorschläge präsentieren, um Großbritannien den Verbleib in der Europäischen Union schmackhaft zu machen. Dazu gehört nach britischen Angaben eine «Notbremse», die ein Kürzen von Sozialleistungen für zugewanderte EU-Ausländer erlauben soll.

Premier David Cameron fordert bisher, dass diese EU-Bürger mindestens vier Jahre in Großbritannien gearbeitet haben müssen, bevor sie einen Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen haben. Die EU geht mit Reformen auf Cameron zu, damit er beim angekündigten Referendum in Großbritannien einen Verbleib in der EU empfehlen kann.

Wir werden uns einigen», sagte Schulz. Schließlich brauche die EU Großbritannien, und umgekehrt Großbritannien auch die Europäische Union. Daher werde man den Kompromiss suchen, wenn auch nicht um jeden Preis. Auch er sei für eine Reform der EU, so Schulz. Diese müsse demokratischer, transparenter, effektiver und weniger bürokratisch werden.