Schwache Vorgaben aus Übersee belasten den Dax

Starke Bewegungen an den Börsen in Übersee halten die deutschen Aktienindizes auch am Donnerstag auf Trab.

Schwache Vorgaben aus Übersee belasten den Dax
Fredrik Von Erichsen Schwache Vorgaben aus Übersee belasten den Dax

Diesmal sind es sehr schwache Vorgaben, die belasten: Der Dax büßte im frühen Handel 0,34 Prozent auf 10 263,39 Punkte ein. Tags zuvor hatte ein Kursfeuerwerk an den asiatischen Börsen zunächst für kräftige Gewinne im deutschen Leitindex gesorgt. Lediglich moderate Kursaufschläge zu Handelsbeginn an der Wall Street führten letztlich dann aber dazu, dass die Dax-Gewinne weitgehend abbröckelten.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank an diesem Morgen um 0,24 Prozent auf 19 771,55 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,15 Prozent auf 1732,10 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel zugleich um 0,62 Prozent.

Wegen letztlich schwach aus dem Handel gegangenen US-Börsen, erneut fallender Energiepreise und Kursverlusten in Asien habe sich auch die Stimmung europaweit wieder eingetrübt, hieß es am Markt. In Tokio etwa schloss die Börse nach einer atemberaubenden Rally am Mittwoch nun mit minus 2,5 Prozent. Am Vortag hatte der Nikkei 225 ein spektakuläres Tagesplus von fast 8 Prozent verzeichnet.

Unter den Einzelwerten im Dax waren die Eon-Aktien Schlusslicht mit minus 4,24 Prozent, gefolgt vom Wettbewerber RWE, dessen Papiere um 2,26 Prozent nachgaben. Der größte deutsche Energiekonzern Eon überträgt seine Atomkraftwerke nicht wie ursprünglich geplant auf die neue Gesellschaft Uniper. Der verbleibende Betrieb und Rückbau der Kraftwerke bleiben in der Verantwortung von Eon. Zudem wird Eon wegen der niedrigen Strompreise und der schwierigen Rahmenbedingungen das laufende Jahr mit einem dicken Minus abschließen.

Im MDax gewannen die Anteilsscheine von Fraport 0,82 Prozent hinzu und zählten damit zu den Index-Favoriten. Der Flughafenbetreiber übertraf mit mit seiner Passagierzahl im August den jüngsten Rekord aus dem Vormonat. Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank beurteilte insbesondere die Entwicklung am Flughafen Frankfurt als solide. Das Frachtgeschäft hingegen schwächele weiterhin.