Schwacher Euro gibt deutschen Aktien Auftrieb

Der deutsche Aktienmarkt ist freundlich gestartet. Auftrieb kam insbesondere vom schwachen Euro.

Der hilft einerseits den deutschen Unternehmen, die ihre Waren außerhalb der Eurozone exportieren. Andererseits macht er deutsche Aktien für aus den USA kommende Investoren interessanter. Der Dax gewann im frühen Handel 1,08 Prozent auf 11 579,33 Punkte.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,66 Prozent auf 21 393,45 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte ebenfalls um 0,66 Prozent vor und damit auf 1811,67 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann zur selben Zeit 1,00 Prozent auf 3655,58 Punkte.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Morgen weiter unter Druck geraten und noch tiefer unter 1,09 US-Dollar gefallen. Zuletzt wurde der Euro bei 1,0862 US-Dollar gehandelt. Auslöser waren Aussagen des Chefs der regionalen Notenbank von Atlanta am Vorabend, die den Dollar gefestigt hatten. Dennis Lockhart sieht den September als angemessenen Zeitpunkt für die erste Erhöhung der US-Leitzinsen seit der Finanzkrise an, wie das «Wall Street Journal» berichtete.

Mehr Aufschluss über den ersten Zinsschritt in den USA seit 2006 dürfte der offizielle Arbeitsmarktbericht für Juli am Freitag geben. Daher kommt auch dem Bericht des Dienstleisters ADP zur Jobentwicklung im Privatsektor besondere Bedeutung zu. Schließlich hatte die US-Notenbank nach ihrer jüngsten Zinssitzung mitgeteilt, dass sich der Arbeitsmarkt noch etwas verbessern müsse vor einem Zinsschritt.

Hierzulande standen jedoch zunächst einmal weitere Quartalszahlen auf der Agenda: Im Dax konnte Beiersdorf die Anleger mit seinem Geschäftsbericht überzeugen. Der Konsumgüterkonzern legte im zweiten Quartal einen Zahn zu und punktete vor allem bei den Pflegeprodukten, zu denen die Marke Nivea gehört. Die Aktie sprang um 3,13 Prozent hoch.

Darüber hinaus gab es jede Menge Geschäftszahlen aus der zweiten Reihe: Während die Papiere der Autozulieferer Norma und ElringKlinger positiv reagierten und mit einem Plus von jeweils etwas mehr als 3 Prozent zu den Spitzenwerten im MDax zählten, bildeten die Aktien des Roboterspezialisten Kuka das Schlusslicht mit minus 1,67 Prozent.