Schweizer lehnen Ausweisungs-Initiative offenbar ab

Die Schweizer haben sich nach einem Zwischenstand der Volksabstimmung gegen die automatische Ausweisung krimineller Ausländer ausgesprochen.

Nach Auszählung der Hälfte der 26 Kantone sind 56 Prozent gegen die «Durchsetzungsinitiative» der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP), 44 Prozent dafür.

Die SVP wollte bei der Volksabstimmung erreichen, dass kriminelle Ausländer künftig automatisch - ohne richterlichen Ermessensspielraum und ohne Härtefallklausel - nach Verbüßung ihrer Strafe für bis zu 20 Jahre des Landes verwiesen werden. Zu den ausweisungswürdigen Delikten zählten auch minder schwere Straftaten.