Schwesig: Frauenquote ist «historischer Schritt»

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sieht in der Einführung der Frauenquote in Aufsichtsräten von Großunternehmen einen entscheidenden Fortschritt für die Gleichberechtigung der Geschlechter.

Schwesig: Frauenquote ist «historischer Schritt»
Oliver Berg Schwesig: Frauenquote ist «historischer Schritt»

«Wir machen in Deutschland einen historischen Schritt», sagte Schwesig zum Auftakt der Bundestagsdebatte zur Frauenquote. Eine Mehrheit für den Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung gilt als sicher.

Ab 2016 soll in den Aufsichtsräten von börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent gelten. Das betrifft gut 100 Großunternehmen. 3500 weitere börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Firmen müssen sich ab September 2015 verbindliche Ziele für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen setzen.

Linken und Grünen geht das Gesetz nicht weit genug. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sprach zwar von einem «Meilenstein für die Gleichberechtigung». Dennoch sei es nur eine «Quote light». Die Linken-Abgeordnete Caren Lay kritisierte das «Frauenquötchen». Im öffentlichen Dienst bedeute der Entwurf sogar eine Verschlechterung. «50 Prozent ohne wenn und aber» sei das Ziel.

Für die Union wies die Abgeordnete Nadine Schön weitergehende Forderungen zurück. «Gleichmacherei auf allen Ebenen» sei nicht sinnvoll. Das Gesetz in seiner vorliegenden Form sei «absolut machbar» für die Unternehmen in diesem Land.