Süd- und Nordkorea gehen aufeinander zu

Nach monatelanger Eiszeit machen Süd- und Nordkorea einen wichtigen Schritt aufeinander zu.

Bei einem überraschenden Besuch der inoffiziellen Nummer Zwei hinter Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, Hwang Pyong So, und anderen Spitzenfunktionären des Landes in Südkorea einigten sich beide Seiten auf die Fortsetzung von «hochrangigen Gesprächen». «Nordkorea erklärte, dass es den innerkoreanischen Dialog fortsetzen will», teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Die hochrangigsten Kontakte zwischen beiden Seiten seit fünf Jahren kamen am Rande der Asien-Spiele in Inchon zustande.

Zu der Besuchergruppe aus Nordkorea gehörten auch zwei Sekretäre der herrschenden Arbeiterpartei, Choe Ryon Hae und Kim Yang Gon. Choe wurde erst im September durch Hwang Pyong So als Stellvertreter von Machthaber Kim in der mächtigen Nationalen Verteidigungskommission ersetzt. Beide gelten als enge Vertraute Kims, der selber seit Monaten von der Bildfläche verschwunden ist.

Offizieller Anlass des eintägigen Besuchs war die Abschlussfeier der Asien-Spiele. Kim Yang Gon äußerte jedoch schon zum Auftakt, dass der Besuch eine «Gelegenheit für beide Koreas sein sollte, ihre Beziehungen zu verbessern».

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jöngjang zurück. Nordkorea hatte in der Vergangenheit schon mehrmals eine Mannschaft zu internationalen Sportveranstaltungen nach Südkorea entsandt.