Sechs Tote nach Auffahrunfall auf Berliner Ring

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring sind am Freitagnachmittag sechs Menschen tödlich verunglückt.

Bei den Opfern handelte es sich laut Brandenburger Staatskanzlei um drei Frauen und drei Männer aus Bulgarien. Sie saßen laut Polizei in einem Kleintransporter, der in einem Stau auf der A10 am Dreieck Barnim nördlich von Berlin auf einen Sattelzug auffuhr.

Zwei weitere Männer aus Bulgarien wurden schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in Spezialkrankenhäuser geflogen. Brandenburgs Innenstaatssekretär Matthias Kahl wollte sich mit dem bulgarischen Botschafter in Verbindung setzen. Zur Klärung der Unfallursache wurden Sachverständige eingeschaltet.

Etwa eine Stunde später kam es am Stauende auf der Fahrbahn Richtung Hamburg zu einem weiteren Unfall, an dem vier Autos beteiligt waren. Dabei seien zwei weitere Menschen schwer verletzt worden, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Die beiden Verletzten seien mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden.

Ein Überlebender aus dem Kleintransporter wurde mit schweren Verletzungen ins Unfallkrankenhaus (UKB) nach Berlin-Marzahn gebracht. Es handle sich um einen 25-Jährigen mit Knochenbrüchen im Gesicht und an der Wirbelsäule, sagte eine UKB-Sprecherin. Der Mann sollte noch am Freitagabend operiert werden.

Zur Bergung der Unfallopfer und der Fahrzeuge war die Autobahn Richtung Norden mehrere Stunden gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Erst gegen 21.30 Uhr hob die Polizei die Sperrung auf, wie ein Behördensprecher am Abend sagte.