Seehofer stellt Staatsbürgschaft für Loewe in Aussicht

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat dem schwer angeschlagenen TV-Gerätehersteller Loewe eine Bürgschaft in Aussicht gestellt. «Die bayerische Staatsregierung ist bereit, ein zukunftsfähiges Konzept mit einem neuen Investor über eine Staatsbürgschaft zu unterstützen», sagte in Kronach.

Dort waren zuvor Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) und Finanzminister Markus Söder (CSU) mit dem Loewe-Vorstand zusammengekommen.

Die Staatsregierung glaube an eine Zukunft des Unternehmens, betonte Seehofer. Weitere Details und konkrete Zahlen nannte er nicht. Nun sei das Unternehmen am Zug. Es stehe noch ein harter Weg bevor, mahnte Seehofer. Die Altlasten, unter denen Loewe ächze, müssten vom Unternehmen selbst bewältigt werden. Eine Unterstützung des Freistaats gebe es nur, wenn ein Investor mit einem in die Zukunft gerichteten Konzept gefunden werde.

Loewe zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region und hat in Kronach rund 800 Mitarbeiter. Die Traditionsmarke hatte Mitte Juli Gläubigerschutz beantragt und hat jetzt noch knapp zweieinhalb Monate Zeit, um frisches Geld aufzutreiben. Loewe mit seinen Premiumprodukten leidet unter dem Preiskampf in der Branche. Vor wenigen Wochen gelang es, den chinesischen Elektronikkonzern Hisense als Geschäftspartner vorzustellen.

Die Unternehmen wollen bei Einkauf, Produktion, Entwicklung und Vertrieb kooperieren. Für Wirtschaftsminister Zeil ist diese Vereinbarung ein «Teilerfolg»: Er sei zuversichtlich, dass es nun auch gelinge, einen Investor zu finden.