Seehofer übt Schulterschluss mit Putin

Angesichts vieler ungelöster Krisen auf der Welt hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) den Schulterschluss mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geübt.

Seehofer übt Schulterschluss mit Putin
Sven Hoppe Seehofer übt Schulterschluss mit Putin

«Wir wollen mit ehrlichem Herzen unseren Beitrag leisten, dass wir in schwierigem politischem Umfeld wieder ein Stück Vertrauen und Normalität herstellen», versicherte der CSU-Chef am Mittwoch bei einem Gespräch mit Putin in dessen Residenz bei Moskau. «Daran wollen wir mitwirken.» Putin erwiderte: «Die Probleme von heute betreffen uns alle.» Er dankte für Seehofers Besuch und betonte: «Wir wissen um Ihre Haltung, Ihren Willen, viel für eine Normalisierung zu tun.»

Seehofer betonte zu Beginn seines Gesprächs mit Putin, dass Bayern von allen Dingen, die auf der Welt passierten, «total betroffen» sei. Als Beispiele nannte er Syrien, die Ukraine und die hohen Flüchtlingszahlen. «Wir sind der Überzeugung, dass das alles nur miteinander zu lösen ist, nicht im Konflikt.» Dabei arbeite man mit der Bundesregierung zusammen, nicht gegen sie. Und daran wolle man auch gemeinsam mit Russland arbeiten, nicht gegen Russland.

Putin verwies - wie auch Seehofer - auf die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Bayern. 20 Prozent des deutsch-russischen Handels entfielen auf Bayern, 50 Prozent aller Investitionen aus Deutschland kämen aus dem Freistaat, erklärte Putin und sagte zu Seehofer: «Deshalb sind Sie ein besonderer Gast.»