Seoul schickt Inspekteure in Industriekomplex in Nordkorea

Süd- und Nordkorea unternehmen weitere Schritte, um den grenznahen Industriepark in Kaesong wieder in Betrieb zu nehmen. Eine Gruppe von Experten staatlicher südkoreanischer Unternehmen reiste am Samstag in die Sonderwirtschaftszone in Nordkorea.

Seoul schickt Inspekteure in Industriekomplex in Nordkorea
Jeon Heon-Kyun Seoul schickt Inspekteure in Industriekomplex in Nordkorea

Die 30-köpfige Delegation beginne in dem seit etwa vier Monaten stillgelegten Industriekomplex mit der Prüfung technischer Anlagen, teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul mit.

Am Montag sollten Spezialisten der staatlichen südkoreanischen Elektrizitätsgesellschaft (KEPCO) und des Wasserversorgungsbetriebs (K-Water) die Inspektion vor Ort fortsetzen. Dann würden den Angaben zufolge auch Vertreter des Verwaltungskomitees für die Industriezone nach Nordkorea mitreisen.

Beide Staaten hatten sich am Mittwoch nach mehreren Verhandlungsrunden auf die Wiedereröffnung des Kaesong-Komplexes geeinigt. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte den Komplex angesichts zunehmender Spannungen zwischen beiden Ländern im April «vorübergehend» geschlossen.    

Wann die ersten Fabriken in Kaesong ihre Arbeit wieder aufnehmen, stand allerdings noch nicht fest. «Das kommt darauf an, wie sich die Verhandlungen entwickeln», sagte die Sprecherin des Ministeriums.