Serena Williams und Scharapowa im Melbourne-Finale

Serena Williams und Maria Scharapowa stehen im Finale der Australian Open. Die Weltranglisten-Erste Williams entschied das amerikanische Halbfinal-Duell mit der 19 Jahre alten Madison Keys mit 7:6 (7:5), 6:2 für sich.

Zuvor hatte sich Scharapowa gegen ihre russische Landsfrau Jekaterina Makarowa ebenfalls in zwei Sätzen 6:3, 6:2 durchgesetzt. Damit kommt es in Melbourne zum insgesamt 19. Duell zwischen den aktuell besten beiden Tennisspielerinnen der Welt.

«Ich freue mich sehr, hier wieder im Finale zu stehen. Ich bin nicht mit der Erwartung hierhergekommen, das zu schaffen», sagte Williams. Die fünfmalige Australian-Open-Gewinnerin und 18-malige Grand-Slam-Turniersiegerin tat sich nur am Ende schwer gegen die Halbfinal-Debütantin Keys. Erst den neunten Matchball konnte die 33-Jährige nach 84 Minuten auf dem Center Court verwandeln.

Williams ist nun die älteste Australian-Open-Finalistin in der Geschichte des Profitennis. Die bisherige Bestmarke hielt Chris Evert, die 1988 im Endspiel gegen Steffi Graf verlor. Die jüngere der beiden Williams-Schwestern steht erstmals seit 2010 im Semifinale - und hat jedes Mal, wenn sie in Melbourne unter den besten Vier stand, auch das Turnier gewonnen (2003, 2005, 2007, 2009, 2010).

Scharapowa ließ der an Nummer zehn gesetzten Makarowa, die im Achtelfinale Julia Görges aus Bad Oldesloe als letzte deutsche Spielerin aus dem Turnier geworfen hatte, keine Chance. «Ich bin sehr stolz», sagte die letztjährige French-Open-Siegerin Scharapowa. Nur einmal im ganzen Turnier musste die 27-Jährige wirklich zittern, als sie in der zweiten Runde gegen die Qualifikantin Alexandra Panowa zwei Matchbälle abwehrte und mit viel Mühe 6:1, 4:6, 7:5 gewann.

Bei einem Grand-Slam-Turnier standen sich Williams und Scharapowa zuletzt 2013 im Finale der French Open gegenüber. Die Bilanz ist aus Sicht der Weltranglisten-Zweiten desaströs. Seit 2004 hat Scharapowa in 15 Partien nicht mehr gegen die jüngere der beiden Williams-Schwestern gewonnen. Im direkten Vergleich liegt sie 2:16 hinten. «Ich bin eine Kämpferin. Ich werde rausgehen und alles dafür tun, das Ergebnis umzudrehen», kündigte Scharapowa an.