Serie der Mavs gerissen - Nowitzki in Houston schwach

Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks können doch noch verlieren. Einen Tag nach der Basketball-Gala gegen die Los Angeles Lakers unterlagen die Mavs bei den Houston Rockets mit 92:95 und kassierten damit nach zuvor sechs Siegen wieder eine Niederlage.

Dabei waren auch Superstar Dirk Nowitzki die Strapazen der beiden direkt aufeinanderfolgenden Partien anzumerken. War der 36-Jährige beim 140:106 gegen die bemitleidenswerten Lakers mit 23 Punkten noch bester Werfer seines Teams, musste er sich dieses Mal mit elf Zählern zufriedengeben und traf nur vier seiner 18 Versuche aus dem Feld. Alle acht Dreipunktwürfe des Würzburgers gingen daneben.

«Es ist immer schwer, wenn wir zwei Spiele an zwei Abenden hintereinander haben», klagte Nowitzki über den engen Spielplan in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. «Trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Es ist egal, ob ich eine Menge Chancen vergeben habe. Wenn du mit vier Punkten vorne liegst und es sind noch 50 Sekunden zu spielen, musst du das Spiel gegen einen Konkurrenten aus deiner Division nach Hause bringen. Das war enttäuschend», sagte der Kapitän.

Dennis Schröder konnte sich mit den Atlanta Hawks am Samstag dagegen ausruhen. Am Tag zuvor hatten die Hawks gegen die Detroit Pistons gewonnen und damit nach zwei unnötigen Niederlagen wieder einen Sieg gefeiert. Beim 99:89 erzielte der Aufbauspieler in 14 Minuten sechs Punkte und legte zwei Assists auf.

Bei Dallas hatte in Houston nicht nur Nowitzki einen schwachen Tag erwischt. Bei der Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte verfehlte auch Chandler Parsons sämtliche Distanzwürfe. Lediglich acht Punkte gingen auf das Konto des Neuzugangs. «Das Spiel wurde in der ersten Halbzeit verloren. Die Rockets waren viel aggressiver, wir waren defensiv einfach nicht gut genug», klagte Mavericks-Coach Rick Carlisle.

Trotz der Schwächen zu Beginn führte Dallas 1:46 Minuten vor Schluss mit 89:84, verspielte danach aber alles. Groß in Form bei Houston war James Harden. Der Olympiasieger und Weltmeister erzielte 32 Punkte, darunter sieben Zähler bei der Aufholjagd in den letzten 100 Sekunden. Center Dwight Howard fehlte dagegen verletzt.

Gegen die Lakers hatten Nowitzki und Co. am Tag zuvor noch allen Grund zum Jubeln. Mit 23 Punkten war der Würzburger Topscorer der Texaner und wurde wie zuletzt bereits mehrmals das komplette Schlussviertel geschont. «Es war offensiv eine gute Nacht», sagte Nowitzki. «Offensichtlich ist es jedes Mal effizient, wenn du in der NBA 140 Punkte machst. Es hat Spaß gemacht, das zu beobachten.» Viel Zeit zum Krafttanken bleibt den Mavs nicht. Bereits in der Nacht zum Dienstag geht es in eigener Halle gegen die Indiana Pacers.