Sieben Tote bei Anschlag auf Unicef-Bus in Somalia

Ein Selbstmordattentäter der Terrororganisation Al-Shabaab hat sich in Somalia in einem Unicef-Bus in die Luft gesprengt und mindestens sechs Menschen mit in den Tod gerissen.

Die Opfer des Anschlags vom Montag waren drei UN-Mitarbeiter aus Somalia, zwei Kenianer und jeweils ein Mitarbeiter aus Uganda und Afghanistan, wie das Krankenhaus der Stadt Garowe mitteilte. Sieben Mitarbeiter des UN-Kinderhilfswerks seien teils schwer verletzt worden, darunter eine US-Amerikanerin. Zunächst hatte die Polizei von insgesamt zehn Toten berichtet, sich später jedoch korrigiert.

Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag in der Stadt Garowe, der Hauptstadt des Bundesstaates Puntland. Der Selbstmordattentäter habe offenbar auch für die UN gearbeitet, sagte Ahmed Abdullahi Samatar Layli, der Polizeichef von Garowe. Sein Körper sei aber derart zerfetzt worden, dass seine Identität zunächst nicht habe festgestellt werden können.  

Der Anschlag ereignete sich Unicef zufolge, als die UN-Mitarbeiter auf dem kurzen Weg von ihrem Gemeinschaftshaus zur Arbeit im UN-Gebäude waren. «Unsere Kollegen haben ihr Leben der Arbeit für die Kinder von Somalia gewidmet», sagte Unicef-Direktor Anthony Lake. «Sie sind keine Opfer. Sie und jene, die verletzt wurden, sind Helden», betonte er. Unicef werde sich auch weiter für Kinder und arme Familien in Somalia einsetzen. 

Ein Kämpfer Al-Shabaabs sagte einer der Gruppe nahestehenden Webseite zufolge, die meisten Toten seien Ausländer. Die Terrorgruppe bekämpft auch die internationalen Truppen, die versuchen das seit über zwei Jahrzehnten von Kriegswirren gezeichnete Land am Horn von Afrika zu stabilisieren. 

Soldaten der internationalen Friedenstruppen Amisom gerieten am Montagmorgen im Süden Somalias in einen Hinterhalt. Dabei wurden laut einer Pressemitteilung drei Soldaten getötet. Al-Shabaab behauptete hingegen, ihre Kämpfer hätten zehn Soldaten getötet.