Siemens hebt Gewinnprognose an

Siemens hat nach einem überraschend starken Auftragseingang seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben.

Siemens hebt Gewinnprognose an
Peter Kneffel Siemens hebt Gewinnprognose an

Europas größter Elektrokonzern steigerte Umsatz und Betriebsergebnis im abgelaufenen Quartal deutlich und erreichte auch dank Großaufträgen für Kraftwerke und Windparks den höchsten Auftragsbestand in der Unternehmensgeschichte.

Der auf die Aktionäre entfallende Konzerngewinn ging wegen höherer Steuern und Zinslasten zwar von 1,36 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 1,33 Milliarden zurück. Aber das operative Geschäft lief glänzend: Das Betriebsergebnis des Industriegeschäfts legte um 20 Prozent zu.

Angesichts des starken Wachstums hob Siemens am Donnerstag seine Gewinnprognose von mindestens 6,00 auf mindestens 6,50 Euro je Aktie an - das entspräche einem Konzerngewinn von mindestens 5,525 Milliarden Euro.

Beim Ergebnis machte sich die gute Lage im profitablen Geschäft mit der Medizintechnik bemerkbar, aber auch das Wachstum in der Sparte mit Energieerzeugung. In dieser machen bestehende Großaufträge in Ägypten nach wie vor die Nachfrageschwäche bei Kunden aus der Öl- und Gasindustrie wett. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro, der Auftragsbestand um 6 Prozent auf 21 Milliarden.