Silvester-Übergriffe: Jäger verteidigt sich gegen Vorwürfe

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat sich gegen Vorwürfe verteidigt, zu spät und nicht ausreichend über die Silvester-Übergriffe informiert zu haben.

Silvester-Übergriffe: Jäger verteidigt sich gegen Vorwürfe
Rolf Vennenbernd Silvester-Übergriffe: Jäger verteidigt sich gegen Vorwürfe

«Dieses Ministerium hat nichts zu verbergen», sagte der SPD-Politiker im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags, wo er sich den Fragen der Opposition stellte.

Zuvor hatte er berichtet, dass die Polizei in Köln, Düsseldorf, Dortmund und Bielefeld rund 1000 Strafanzeigen bearbeite und mehr als 1200 Opfer erfasst habe. Die Dimension der Vorfälle in der Silvesternacht vor allem in Köln habe sich erst am 4. Januar abgezeichnet, sagte Jäger. Die Straftaten hätten überwiegend Männer nordafrikanischer oder arabischer Herkunft begangen.

CDU-Innenexperte Theo Kruse sprach von «Staatsversagen». Die FDP zeigte sich besorgt, dass sich Bürgerwehren bildeten und sogar Rockergruppen meinten, für Sicherheit sorgen zu müssen.