Simba Dickie macht trotz Russlandkrise gute Geschäfte

Gutlaufende Geschäfte in Deutschland, Frankreich und England haben dem Spielwarenhersteller Simba Dickie 2015 trotz der Abwertung mehrerer wichtiger Währungen einen Umsatzzuwachs beschert. Zwar habe man das Rekordniveau aus dem Jahr 2013 noch nicht wieder erreicht.

Simba Dickie macht trotz Russlandkrise gute Geschäfte
Daniel Karmann Simba Dickie macht trotz Russlandkrise gute Geschäfte

Mit einer Erlössteigerung um 2,3 Prozent auf 616 Millionen Euro sei man aber dennoch zufrieden, sagte Firmenchef Michael Sieber in Fürth. «Die Erträge haben sich analog zu den Umsätzen durchwegs positiv und zufriedenstellend entwickelt», berichtete Finanzchef Manfred Duschl. Zum Gewinn machte das Unternehmen keine Angaben.

Nachdem der Umsatz 2014 um 4,5 Prozent gesunken war, habe man etwa durch die Trennung von einigen Geschäftssegmenten richtig reagiert. «Wir sind ganz gut unterwegs und haben unsere Hausaufgaben gemacht», kommentierte Sieber. Allein in Russland - 2013 noch der drittwichtigste Markt für die Gruppe - seien die Erlöse aber weiter kräftig eingebrochen. Auch die Währungsabwertungen in der Türkei und Brasilien träfen das Familienunternehmen mit weltweit 2900 Mitarbeitern.

Hoffnung mache der Lizenzbereich, der die Branche immer stärker beeinflusst. Dort sei man stark aufgestellt, sagte Sieber. Etwa in Südamerika sehe man dank «einiger interessanter Lizenzen im Markt» Wachstumspotenzial. «Die Spielwarenbranche verschmilzt immer mehr mit der Entertainmentsparte», prognostizierte Sieber. Derzeit sei man deshalb in Gesprächen, um die Produktion einer eigenen Zeichentrickserie auszuloten. «Das ist die Zukunft der Spielwarenindustrie, aber wir werden nichts übers Knie brechen», betonte er.

Trotz der anhaltend angespannten Lage will Simba Dickie auch in diesem Jahr den Umsatz wieder um 2,3 Prozent steigern. «Wir schauen sehr positiv ins neue Geschäftsjahr», sagte Sieber und beteuerte: «Wir sind nicht umsatzgetrieben. Wir wollen nachhaltig und profitabel wachsen, nicht nur durch Zukäufe», sagte Sieber.