Simbabwe beschränkt Großwildjagd nach Tod von Cecil

Nach der Tötung des bekannten Löwen Cecil in Simbabwe zieht das Land drastische Konsequenzen: Ab sofort ist die Jagd auf Löwen, Leoparden und Elefanten auch außerhalb des Hwange-Nationalparks verboten.

Nach Tod von «Cecil»: Simbabwe beschränkt Großwildjagd
Zimbabwe Parks And Wildlife Mana Nach Tod von «Cecil»: Simbabwe beschränkt Großwildjagd

"Eine solche Jagd darf nur noch durchgeführt werden, wenn sie schriftlich vom Generaldirektor der zuständigen Parkbehörde genehmigt wurde und wenn die Jäger von Mitarbeitern des Parks begleitet werden", zitierte die Zeitung "New Zimbabwe" eine Mitteilung des Chefs der Parkbehörde.

Die Tötung des 13-jährigen Cecil hat in der vergangenen Woche weltweit Empörung ausgelöst. Das südwestafrikanische Land Simbabwe will die Auslieferung des Jägers aus den USA erreichen. Der im Bundesstaat Minnesota lebende Zahnarzt Walter Palmer soll den Löwen, der als eine Art Wahrzeichen des Nationalparks im Nordwesten des Landes galt, mit einem Trick aus dem Park gelockt haben. Anschließend schoss er mit Pfeil und Bogen auf das Tier, das 40 Stunden qualvoll gelitten haben soll, bis Palmer es schließlich erschoss.

Speziell die Jagd mit Pfeil und Bogen sei mit sofortiger Wirkung untersagt, hieß es weiter. Der Parkbehördenchef Edison Chidziya betonte, die Behörde werde nicht zögern, Jäger, die die Anordnung missachteten, festzunehmen und vor Gericht zu bringen.