Sinkender Ölpreis reißt Dax mit nach unten

Am deutschen Aktienmarkt geht es weiter runter. Am Dienstagmorgen fiel der deutsche Leitindex Dax zuletzt um 0,70 Prozent auf 9406,59 Punkte.

Börsianer begründeten dies mit dem weiteren Verfall des Ölpreises, der nach einer kurzen Verschnaufpause wieder unter Druck geraten war. So sank der Preis für US-Rohöl abermals unter die Marke von 50 US-Dollar. Billiges Öl gilt als Anzeichen für eine Abschwächung der Weltwirtschaft.

Im Sog von Euro-Sorgen und Ölpreis-Verfall hatte der Dax am Montag fast 3 Prozent verloren und damit den größten Tagesverlust seit Anfang März 2014 verbucht. Zu Handelsbeginn am Dienstag hatte der Dax den Versuch einer Stabilisierung unternommen, war aber rasch wieder ins Minus gedreht.

Für den Index der mittelgroßen Werte, den MDax, ging es am Morgen um 0,48 Prozent auf 16 633,65 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,64 Prozent auf 1364,08 Punkte. Beim EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand ein Minus von 0,57 Prozent zu Buche.

Als Belastung hinzu komme die fortgesetzte Unsicherheit vor den Neuwahlen in Griechenland, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Die Sorge um einen möglichen Austritt des finanziell angeschlagenen Euro-Mitgliedes aus der Eurozone hatte auch den Athener Aktienmarkt am Montag tief ins Minus befördert. Am Dienstag blieb die dortige Börse wegen eines Feiertages geschlossen.

Im Dax schlugen sich einige Autowerte nach der Veröffentlichung von US-Verkaufszahlen etwas besser als der Gesamtmarkt. So gaben BMW-Aktien nur um 0,28 nach und Daimler fielen um 0,60 Prozent. Für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) ging es indes um rund 1 Prozent nach unten.

Die deutschen Anbieter blicken in den USA auf ein insgesamt erfolgreiches Jahr zurück: So hatte Daimler dort so viele Autos wie noch nie verkauft. Auch Volkswagen kommt langsam wieder in die Spur. Deutlich besser als für VW lief es für die Konzerntöchter Audi und Porsche.