Skalp im Radebeuler Karl-May-Museum wird erforscht

Ein Forschungsprojekt soll klären, woher der umstrittene Skalp im Radebeuler Karl-May-Museum stammt. Man habe sich mit den Vertretern des nordamerikanischen Ojibwa-Stammes auf einen genauen Ablauf geeinigt, erklärte Museumsdirektorin Claudia Kaulfuß der Deutschen Presse-Agentur.

Skalp im Radebeuler Karl-May-Museum wird erforscht
Stefan Kuhfs Skalp im Radebeuler Karl-May-Museum wird erforscht

«Nun weiß jeder, was er zu tun hat.» Es müssten eine Vielzahl von Quellen ausgewertet und Gutachten in Auftrag gegeben werden. «Das kann einige Zeit dauern.»

Der Artist Patty Frank, aus dessen Sammlung das sächsische Museum 1928 entstand, soll 1904 dem Ojibwa-Stamm einen Skalp ordentlich abgekauft haben. 2014 entbrannte jedoch ein Streit um den Haarschopf. Angehörige des Stammes hatten ihn zurückgefordert. Schließlich einigte man sich, gemeinsam Herkunftsforschung zu betreiben. Über die Herausgabe des Skalps sollen dann die Ergebnisse entscheiden.