Snowden-Vertrauter Greenwald setzt auf Widerstand der Hacker

Der Journalist und Snowden-Vertraute Glenn Greenwald ist überzeugt, dass der Kampf um die Privatsphäre nach den Enthüllungen über Geheimdienst-Spionage vor allem über Technologie ausgefochten werden wird.

Er habe wenig Hoffnung, dass der US-Kongress dem Geheimdienst NSA wirksame politische Grenzen setzen werde, sagte Greenwald am Freitag bei einem Auftritt auf dem Hackerkongress 30C3 in Hamburg.

«Ich denke, es ist möglich, dass die Gerichte einige wirksame Einschränkungen durchsetzen werden», erklärte er zugleich per Videoübertragung aus Rio de Janeiro. Die größte Hoffnung setze er allerdings auf Computerexperten und Hacker wie die Teilnehmer beim Hamburger Chaos Communication Congress. «Letztlich wird der Kampf über die Freiheit des Internets … vor allem auf dem Schlachtfeld der Technologie geführt werden. Die NSA weiß das», sagte Greenwald. Er rief die Hacker auf, sich für den Schutz der Privatsphäre einzusetzen. Gleichzeitig kündigte er eine Fortsetzung der Enthüllungen an: «Es wird noch viele weitere Berichte geben.»

Greenwald spielte eine Schlüsselrolle bei den Berichten über die Überwachungsprogramme. Er ist einer der Journalisten, denen der Informanten Edward Snowden die von ihm heruntergeladenen NSA-Unterlagen übergeben hatte.