So viele Erwerbstätige in einem zweiten Quartal wie noch nie

Der Boom am Arbeitsmarkt geht weiter, verliert aber etwas an Tempo. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg der Zahl der Erwerbstätigen von April bis Juni 2015 binnen Jahresfrist um 0,4 Prozent auf rund 42,8 Millionen.

Das war der höchste Stand in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung, wie die Behörde erklärte. Allerdings fiel der Zuwachs geringer aus als in den vier vorangegangenen Quartalen.

Im Vergleich zum Jahresbeginn 2015 lag der Anstieg zudem unterhalb des Durchschnitts der letzten fünf Jahre. Die Frühjahrsbelebung sei vor allem aufgrund des milden Winterwetters etwas geringer ausgefallen, erklärten die Statistiker.

Insbesondere im Dienstleistungsbereich stieg die Zahl der Erwerbstätigen binnen Jahresfrist. Im Baugewerbe sowie in der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei sank sie hingegen.

Deutlich mehr Menschen als im zweiten Quartal 2014 hatten einen sozialversicherungspflichtigen Job. Ihre Zahl stieg um 271 000 (plus 0,7 Prozent) auf 38,5 Millionen. Zugleich gab es weniger Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehöriger. Mit 4,3 Millionen sank die Zahl um 2,2 Prozent auf das Niveau des Jahres 2004. Als Gründe nannten die Statistiker den Rückgang bei mithelfenden Familienangehörigen und das derzeit geringe Niveau der staatlichen Förderung von selbstständigen Tätigkeiten.