Sogar Vonn musste zittern: Rebensburg verschenkt Erfolg

Nach ihrem fatalen Patzer fasste sich Viktoria Rebensburg gleich nach der Zieldurchfahrt entsetzt an den Helm. Die deutsche Skirennfahrerin hat beim Super-G von Zauchensee durch einen Fehler im Schlussabschnitt einen Podestplatz und womöglich sogar ihren ersten Erfolg dieses Winters verschenkt.

Beim Sieg von US-Star Lindsey Vonn vor Lara Gut aus der Schweiz und der Österreicherin Cornelia Hütter landete Rebensburg nur auf Platz elf - und das nach deutlicher Führung bei der letzten Zwischenzeit. «So ist es manchmal im Skirennsport», sagte die Oberbayerin nach ihrem Fast-Coup, «es war ein super Lauf, ich war ziemlich schnell - aber man muss es halt ins Ziel bringen.» Aus 0,35 Sekunden Vorsprung wurden nach einem völlig verpatzten Zielabschnitt 1,85 Sekunden Rückstand. «Ich denke, das Podium wäre schon drin gewesen.»

So aber reichte es nach Rang sechs tags zuvor bei der zweigeteilten Sprint-Abfahrt nicht für die Top Ten. «Ich denke, dass ich trotzdem gut drauf bin. Ich nehme das Positive mit. Die Ausgangslage ist gut, zu wissen, dass ich schnell bin. Irgendwann wird es sich schon wieder ausgehen», fand die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010.

«Die Vicky hat unten einen Fehler gemacht, da darfst du keinen Fehler machen», analysierte Vonn, die von Rebensburgs Malheur profitierte und 24 Stunden nach ihrem Sieg in der Abfahrt auch beim Super-G eine Klasse für sich war. «Das war ein perfektes Wochenende für mich, ein perfekter Start ins Jahr 2006», sagte sie. «Das ging nicht besser.» Die Amerikanerin raste im Salzburger Land zu ihrem 73. Sieg. Im Gesamtweltcup verkürzte Vonn den Rückstand auf Gut auf 38 Punkte.

Von den vier weiteren deutschen Starterinnen neben Rebensburg schafften es Patrizia Dorsch, Ann Katrin Magg und Simona Hösl nicht ins Ziel. Kira Weidle landete auf dem 37. Platz.