Solarworld-Chef Asbeck von Rettung überzeugt

Der Chef des größten deutschen Solarmodulhersteller Solarworld, Frank Asbeck, ist von der Rettung seines Unternehmens überzeugt.

Solarworld-Chef Asbeck von Rettung überzeugt
Oliver Berg Solarworld: «Strahlemann» Asbeck nimmt erste Hürde

Bei der Gläubigerversammlung an diesem Montag werde die nötige Teilnahme- und auch die Zustimmungsquote erreicht, sagte er kurz vor der Sitzung dem WDR. «Ich bin 100 Prozent sicher, dass das klappt.» Genauso erwarte er Zustimmung auch für die zweite Gläubigerversammlung am Dienstag und die abschließende außerordentliche Hauptversammlung am Mittwoch.

Das hoch verschuldete Unternehmen plant einen scharfen Schulden- und Kapitalschnitt. Die Investoren müssen auf 55 Prozent ihres Geldes verzichten. Sie erhalten dafür neue Aktien des Unternehmens. Am Montag waren Inhaber einer 150-Millionen-Euro-Anleihe des Unternehmens eingeladen, am Dienstag folgen Gläubiger einer zweiten Anleihe über 400 Millionen Euro. Solarworld leidet unter der chinesischen Billigkonkurrenz und ist mit über 900 Millionen Euro verschuldet.

Lehnen die Gläubiger nur einer Anleihe ab, dürfte die Insolvenz kaum zu vermeiden sein. Nötig ist eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent, dabei müssen mindestens 25 Prozent des Kapitals bei der Sitzung vertreten sein. Die betroffenen Banken hatten dem Rettungsplan bereits zugestimmt. Solarworld beschäftigt mit Produktionsstandorten in Freiberg/Sachsen und Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon sowie der Zentrale in Bonn insgesamt rund 2600 Menschen.