Solarworld-Gläubiger votieren über Rettungspaket - Präsenz reicht

Eine zweite Gläubigergruppe von Solarworld ist am Dienstag in Bonn zu einer Entscheidung über den Rettungsplan für das hoch verschuldete Unternehmen zusammengekommen.

Solarworld-Gläubiger votieren über Rettungspaket - Präsenz reicht
Federico Gambarini Rettungsplan von Solarworld-Gläubigern genehmigt

Die Geldgeber sollen auf einen Teil ihrer Forderungen aus einer Anleihe verzichten, um eine drohende Insolvenz des Solarmodulherstellers zu vermeiden. Die für einen Beschluss erforderliche Präsenz der Gläubiger von 25 Prozent des Anleihevolumens wurde deutlich übertroffen. Nach Angaben eines Teilnehmers lag das Quorum bei mehr als 36 Prozent.

Eine erste Gläubigergruppe einer Anleihe im Volumen von 150 Millionen Euro hatte dem Rettungsplan am Montag bereits fast geschlossen (mit 99,9 Prozent) zugestimmt. Falls auch die zweite Runde ein positives Votum abgibt, müssen an diesem Mittwoch noch die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden, ob sie auch zu starken Einbußen über einen drastischen Kapitalschnitt bereit sind.

Die Anleihegläubiger sollen auf 55 Prozent ihrer Forderungen verzichten, im Tausch dafür sollen sie Solarworld-Aktien erhalten, die aber wenig wert sein werden. Bei der zweiten Gläubigerversammlung geht es um eine Anleihe in Höhe von 400 Millionen Euro.