Sorge vor US-Zinserhöhung drückt Dax unter 10 000 Punkte

Der Dax lässt sein jüngstes Rekordhoch weiter hinter sich. Am Dienstag fiel das Börsenbarometer wegen Sorgen um eine rasche Zinswende in den USA und unter dem Eindruck des Markteinbruchs in China unter die psychologisch wichtige 10 000-Punkte-Marke.

Gegen Mittag stand der Dax bei 9943,09 Punkten und damit 0,72 Prozent unter seinem Vortagesschluss.

Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, fiel parallel um 0,45 Prozent auf 17 010,67 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,33 Prozent auf 1363,01 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um gut 1 Prozent nach.

Einem Medienbericht zufolge könnte die US-Notenbank Fed schon bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Weichen in Richtung Zinserhöhung stellen. Das habe die Anleger aufhorchen lassen, sagte Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Broker GKFX. Viele Investoren hielten sich nun vor der Fed-Sitzung zurück.

Das Billiggeld, das die Fed und andere Notenbanken in die Märkte pumpen, wirkt seit Jahren als Schmiermittel für die Börsen. Bereits am Montag hatte sich der deutsche Leitindex von seiner Ende der Vorwoche erreichten Bestmarke von 10 093 Punkten entfernt.

Zudem rauschten am Dienstag die chinesischen Börsen nach einer Rekord-Gewinnserie abrupt in die Tiefe. Auch in Japan gab es nach einem tagelangen Aufwärtstrend Verluste.