US-Außenminister beginnt Krisengespräche in Russland

Bei seinem ersten Russland-Besuch seit zwei Jahren hat US-Außenminister John Kerry mit seinem Kollegen Sergej Lawrow in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi Gespräche zum Ukraine-Konflikt begonnen.

Später ist auch ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin geplant. Außerdem soll es um die Bürgerkriege in Syrien und im Jemen sowie den Atomstreit mit dem Iran gehen.

Zu Beginn ihres Treffens legten Lawrow und Kerry zu Ehren der Opfer des Zweiten Weltkrieges nach Agenturberichten Kränze an einem Mahnmal nieder. US-Präsident Barack Obama hatte die pompöse Siegesfeier in Moskau zum 70. Jahrestag des Triumphs der Sowjetunion über den Faschismus am Wochenende boykottiert.

Das Verhältnis zwischen Russland und den USA wird vor allem von der Ukraine-Krise schwer belastet. Russland kritisiert zudem den wachsenden Einfluss der Nato in Osteuropa.

Kerry sagte, er hoffe auf «fruchtbare Verhandlungen». Das US-Außenministerium teilte mit, bei der Reise gehe es vor allem darum, den Kontakt zu ranghohen russischen Vertretern aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass US-Ansichten klar vermittelt würden.

In Moskau hieß es, Russland hoffe auf eine Normalisierung der Beziehungen. Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow sagte der Agentur Tass, es gebe viele schwierige Punkte auf der Tagesordnung.