Sozialarbeiter betreuen Mitbewohner des toten Asylbewerbers

Nach dem gewaltsamen Tod eines 20-jährigen Asylbewerbers in Dresden kümmern sich Sozialarbeiter um dessen Mitbewohner aus Eritrea. «Wir sind vor Ort, sorgen für ein warmes Mittagessen und bieten Gespräche an», sagte eine Sprecherin der Arbeiterwohlfahrt.

Sozialarbeiter betreuen Mitbewohner des toten Asylbewerbers
Christian Essler Sozialarbeiter betreuen Mitbewohner des toten Asylbewerbers

Die Leiche des 20-Jährigen war am Dienstag gefunden worden. Er starb durch Messerstiche. Motiv und Hintergrund der Tat sind unklar. Der Mann hatte mit sieben afrikanischen Landsleuten in einer Vierzimmerwohnung in einer Dresdner Plattenbausiedlung gelebt.

Der Fall erregt auch deshalb die Gemüter, weil die Stimmung in Dresden durch die Demonstrationen der islamkritischen Pegida-Bewegung aufgeheizt ist. Außerdem wurden Vorwürfe gegen die Ermittlungsarbeit der Polizei laut.

Am Donnerstag sei der Rummel groß gewesen, sagte die AWO-Sprecherin. An dem Tag hatten Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) das Gespräch mit den Aylbewerbern aus dem nordostafrikanischen Eritrea gesucht.

Mit einer Demonstration unter dem Motto «Rights and Safety for Refugees» (Rechte und Sicherheit für Flüchtlinge) soll am Samstag in Dresden an den erstochenen Asylbewerber erinnert werden.