«Spaß gemacht» - Nowitzki und Schröder mit NBA-Siegen

Dirk Nowitzki war bester Laune. «Das hat auf jeden Fall großen Spaß gemacht», sagte der 36-Jährige.

Im bislang wohl besten Spiel der NBA-Saison hatte Deutschlands Basketball-Superstar mit den Dallas Mavericks zuvor die Chicago Bulls nach doppelter Verlängerung mit 132:129 niedergerungen und den dritten Auswärtssieg in Serie eingefahren. «In so einem Spiel brauchst du natürlich auch eine Portion Glück, aber wir haben auch nie aufgesteckt», sagte Nowitzki, der auf 22 Punkte, zehn Assists und sieben Rebounds kam.

Matchwinner für die Mavs war in einer turbulenten Partie aber ein Anderer. Monta Ellis überragte mit 38 Zählern, obwohl er lediglich 16 seiner 35 Würfe aus dem Feld im Korb versenkte. «Seine Wurfanzahl war ein bisschen ungewöhnlich», gestand Dallas-Coach Rick Carlisle nach der Begegnung, «aber jedes Mal wenn wir einen wichtigen Wurf oder eine wichtige Aktion gebraucht haben, war er zur Stelle.»

So auch gegen Ende der zweiten Verlängerung, als er Dallas rund 40 Sekunden vor Schluss per Dreier mit 130:129 in Führung brachte. Weil Bulls-Star Derrick Rose danach zweimal patzte und Chandler Parsons für Dallas an der Freiwurflinie die Nerven behielt, fuhren die Texaner ihren 13. Saisonsieg ein.

Schon kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit war Ellis als Retter für die Gäste aufgetreten. Nach einer turbulenten Achterbahnfahrt, in der die Mavs zur Pause mit zwölf Punkten führten, ehe sie den komfortablen Vorsprung wieder einmal verspielten, lag Dallas vier Sekunden vor dem Ende mit 105:108 zurück. Doch dann wurde Ellis von Kirk Hinrich bei einem verzweifelten Dreier gefoult und sorgte mit den folgenden drei verwandelten Freiwürfen für die Verlängerung.

Nowitzki konnte die unverhoffte Wende auch weit nach Spielschluss noch nicht fassen. «Das war eines der dümmsten Fouls, die ich in 17 Jahren NBA gesehen habe», meinte der Würzburger zu der Szene. Nowitzki selbst trumpfte in der entscheidenden Phase groß auf und machte 15 seiner 22 Punkte in der zweiten Halbzeit und in den beiden Verlängerungen. «Es war ein unfassbares Spiel», sagte Nowitzki, der das Lob für den Erfolg aber nicht einheimsen wollte. «Monta war einfach unglaublich», sagte Nowitzki mit Blick auf Ellis, der bislang etwas im Schatten von Rückkehrer Tyson Chandler und Neuzugang Parsons gestanden hatte.

Immer mehr ins Rampenlicht tritt auch Nationalspieler Dennis Schröder. Der ehemalige Braunschweiger erzielte beim 109:105 der Atlanta Hawks gegen die Boston Celtics 15 Punkte und stellte damit einen Karrierebestwert auf. Dabei machten die Hawks einen Rückstand von zwischenzeitlich 23 Punkten wett, woran Schröder großen Anteil hatte.

3:27 Minuten vor dem Ende des dritten Viertels wechselte Coach Mike Budenholzer den 21-Jährigen für den etatmäßigen Point Guard Jeff Teague ein und nahm ihn in der Folge nicht mehr vom Parkett. «Es war einfach so ein Gefühl. Dennis hat gut gespielt, darum habe ich ihm vertraut», sagte Budenholzer. Schröder war überglücklich. «Großartiges Comeback!!! Stolz auf die Gruppe!!!», schrieb er bei Facebook.