Spaniens König eröffnet Bosch-Schau in Madrid

Spaniens König Felipe VI. und seine Frau Letizia haben in Madrid die nach Angaben der Organisatoren bisher größte und bedeutendste Ausstellung zum Werk des Malers Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516) eröffnet. An der Eröffnungszeremonie nahm am Montag im Prado-Museum auch Prinzessin Beatrix der Niederlande teil.

Spaniens König eröffnet Bosch-Schau in Madrid
Zipi Spaniens König eröffnet Bosch-Schau in Madrid

Die in mehreren Themengebiete gegliederte Exposition zum 500. Todestag des Meisters ist im Prado ab Dienstag und bis zum 11. September für das Publikum geöffnet. Die Übersichtsschau umfasst auch Leihgaben von Sammlern und Museen aus aller Welt, darunter aus Lissabon, Wien, Paris, New York und Washington.

Zusammengetragen wurden über drei Viertel des erhaltenen Werks des Künstlers. Zu sehen sind in Madrid 21 der insgesamt 25 Gemälde des Meisters, aber auch Zeichnungen, Schnitzereien und Gravuren sowie Gemälde von Zeitgenossen wie Adriaen van Wesel. Das Werk von «El Bosco», wie Bosch in Spanien genannt wird, wird von fantasievollen Bildelemente wie Monster, Engel und Heilige geprägt.

Große Teile der Madrider Schau waren zuvor bereits im Noordbrabants Museum im niederländischen 's Hertogenbosch zu sehen. «Hieronymus Bosch - Visionen eines Genies» wurde zwischen dem 13. Februar und dem 8. Mai von 420 000 Menschen besucht. Das Spitzenwerk des Renaissance-Malers, «Der Garten der Lüste», war vom Prado allerdings nicht ausgeliehen worden.