SPD-Kandidat Ude: Jahrelanger Abwärtstrend gestoppt

Der bayerische SPD-Spitzenkandidat Christian Ude sieht in dem Wahlergebnis von 20,6 Prozent eine solide Basis für ein erfolgreiches Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl.

SPD-Kandidat Ude: Jahrelanger Abwärtstrend gestoppt
Andreas Gebert SPD-Kandidat Ude: Jahrelanger Abwärtstrend gestoppt

Die Bayern-SPD habe einen Beitrag für einen sozialdemokratischen Erfolg auf Bundesebene leisten wollen, sagte Ude am Montagmorgen bei einem Empfang durch Parteichef Sigmar Gabriel in Berlin. «Er ist bescheiden ausgefallen, das stimmt», räumte er ein. Aber der Abwärtstrend sei gestoppt. «Die Trendwende freut uns sehr, und wir hoffen, dass der Ball dann aufgenommen wird.»

Ohne Zuwachs in Bayern lasse sich auch auf Bundesebene kein Zuwachs erreichen, so Ude. Hier kommt die SPD laut Umfragen auf bis zu 28 Prozent. Deshalb, und wegen der Schwäche der Grünen, erscheint eine rot-grüne Koalition im Bund in weiter Ferne. Dennoch riet Ude von Spekulationen über eine große Koalition ab. «Gerade von mir können Sie nichts anders erwarten als ein Bekenntnis zu einem rot-grünen Bündnis.» Seit 23 Jahren werde dies im Münchener Rathaus erfolgreich praktiziert. Allein schon seine Kandidatur habe zu Bewegung bei der CSU geführt: Etwa bei der Abschaffung der Studiengebühren, dem Erhalt des naturbelassenen Donautals und einer Mietpreisbremse in Städten.