Sperrungen nach Güterzugkollision bei Gladbeck

Ein Lokführer hat den Zusammenstoß zweier Güterzüge bei Gladbeck schwer verletzt überlebt. Sein Zug war am Samstag seitlich auf einen anderen Zug gestoßen. Der Lokführer sprang kurz vor dem Zusammenprall ab und zog sich schwere Bein- und Kopfverletzungen zu, teilte die Bundespolizei mit.

Sperrungen nach Güterzugkollision bei Gladbeck
Caroline Seidel Sperrungen nach Güterzugkollision bei Gladbeck

Weitere Verletzte gab es nicht. Eine Lok und mehrere Waggons sprangen aus den Schienen. Die Schäden seien schwerwiegend, sagte ein Bahnsprecher.

Die genaue Schadenshöhe und die Ursache seien noch unbekannt. Fahrgäste im Regionalverkehr - auf den Linien S9, RE 14 und RB 44 - mussten sich auf der Strecke zwischen Bottrop und Gladbeck zumindest am Wochenende auf Behinderungen und Ersatzbusse einstellen.

Einer der beiden Güterzüge transportierte Kohlenstaub, mehrere der Schüttgut-Waggons kippten um. Von dem zweiten Zug sprangen die Lok und mehrere Kesselwagen aus den Gleisen, ein Wagen kippte um. Die Kesselwagen dieses Zuges seien leer gewesen, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Es sei kein Gefahrgut ausgetreten.

Nach ersten Ermittlungen fuhren die beiden Züge gegen 9.50 Uhr aufeinander zu. An einer Weiche fuhr einer der beiden auf ein abzweigendes Gleis. Der andere Güterzug rammte aber den letzten Waggon. Als der Lokführer erkannte, dass der seitliche Zusammenstoß nicht zu verhindern war, sprang er aus dem Führerstand. Bei dem Aufprall im Schotterbett zog er sich schwerste Verletzungen zu.

Beide Züge gehörten privaten Verkehrsunternehmen, sagte der Bahnsprecher. Wie lange die Sperrung dauern werde, konnte er am Samstag nicht sagen. Es seien erhebliche Schäden am Gleisbett und an Signalanlagen entstanden. An einer Stelle seien sogar die Gleise gerissen. Ein Kran sei unterwegs zur Unfallstelle.