«Spiegel»: Merkel will Steinmeier nicht als Bundespräsidenten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat es laut «Spiegel» abgelehnt, eine Kandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck mitzutragen.

«Spiegel»: Merkel will Steinmeier nicht als Bundespräsidenten
Wolfgang Kumm «Spiegel»: Merkel will Steinmeier nicht als Bundespräsidenten

In einem vertraulichen Gespräch habe die CDU-Vorsitzende SPD-Chef Sigmar Gabriel mitgeteilt, sie könne in ihrer Partei knapp anderthalb Jahre vor der nächsten Bundestagswahl keinen sozialdemokratischen Kandidaten durchsetzen, berichtet das Nachrichtenmagazin in seiner neuesten Ausgabe.

Gaucks Amtszeit endet im März des kommenden Jahres, er will sich bis zum Frühsommer zu seiner politischen Zukunft äußern. Ob der 76-Jährige noch einmal antritt, ist ungewiss. Falls Gauck verzichtet, wird es damit wahrscheinlicher, dass Union und SPD jeweils mit einem eigenen Präsidentschaftskandidaten in die Bundesversammlung gehen würden.

Die Wahl des Staatsoberhaupts findet am 12. Februar 2017 statt. Gauck ist dann 77 Jahre alt. Union, SPD, FDP und Grüne, die ihn 2012 gewählt haben, unterstützen eine zweite Amtszeit.