«Spiegel»: VW-Aufsichtsratschef Piëch gerät unter Druck

Im Machtkampf bei VW gerät nach einem «Spiegel»-Bericht Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch unter Druck. Er sei als Aufsichtsratsvorsitzender des VW-Konzerns nicht mehr tragbar, sagten mehrere Mitglieder des 20-köpfigen Kontrollgremiums, wie der «Spiegel» berichtete.

«Spiegel»: VW-Aufsichtsratschef Piëch gerät unter Druck
Andreas Gebert «Spiegel»: VW-Aufsichtsratschef Piëch gerät unter Druck

Am Donnerstag hatten die Deutsche Presse-Agentur, der NDR und die «Welt» übereinstimmendend berichtet, Piëch versuche, die Ablösung von Vorstandschef Martin Winterkorn noch vor der VW-Hauptversammlung am 5. Mai zu betreiben. Piëch hatte dies dementiert und erklärte: «Ich betreibe die Ablösung von Martin Winterkorn nicht.»

Vor zwei Wochen war Piëch öffentlich von Winterkorn (67) abgerückt. Nach dpa-Informationen trafen sich am Mittwoch auf Drängen Piëchs die Eigentümerfamilien Piëch und Porsche in Stuttgart. Dort soll Piëch (78) um Unterstützung für seinen Plan geworben haben, Porsche-Chef Matthias Müller oder Skoda-Chef Winfried Vahland als Nachfolger von Winterkorn durchzusetzen.

Laut «Spiegel» hat Piëch nach Informationen aus dem Konzern bereits Anfang dieser Woche Porsche-Chef Müller gebeten, sich für einen Wechsel auf die Position des Vorstandsvorsitzenden bereit zu halten.